#06 City Dialog: David Schwitzke – Die Zukunft von Stores, Marken und Innenstädten
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit David Schwitzke, Geschäftsführer von Schwitzke & Partner, über die Entwicklung des stationären Handels, internationale Retail-Trends und die Zukunft unserer Innenstädte.
Gemeinsam diskutieren wir, welche Rolle Stores heute für Marken spielen, was erfolgreiche Konzepte auszeichnet und welche Entwicklungen Handel und Innenstadt in den kommenden Jahren prägen werden.
Eine Folge voller spannender Einblicke aus der Welt von Retail, Design und Markeninszenierung.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Standort Innenstadt, dem Nürmann Podcast.
00:00:33: Heute werfen wir einen etwas anderen Blick auf unsere Innenstädte.
00:00:37: Denn während wir häufig über Frequenzen, Mieten oder Handelslagen sprechen geht es heute um die Frage wie Marken ihre Flächen eigentlich gestalten und warum manches daraus Kunden begeistern werden andere kaum Aufmerksamkeit erzeugen?
00:00:50: Dafür haben wir heute ein Gast eingeladen der seit vielen vielen Jahren an der Schnittstelle von Architektur, Markeninszenierung und Retailtätik ist.
00:00:57: Zu Gast ist heute David Schwitzke Geschäftsführer bei Schwitzkern Partner.
00:01:01: Herzlich willkommen David bei Standort Innenstadt.
00:01:03: Schön, dass du da bist!
00:01:04: Danke, dass ich hier sein darf.
00:01:06: Schön bei euch.
00:01:07: Ja, David, herzlich Willkommen auch von meiner Seite.
00:01:09: und bevor wir gleich über Handelmarken und Innenstädte sprechen, verstellst Du Dich kurz vor wer Bist Du?
00:01:14: Was machst Du als Spitzgrundpartner?
00:01:16: Ja schon guten Tag auch an die Zubere.
00:01:18: Verzeiht meine Stimme.
00:01:19: Ich musste gestern viel sprechen.
00:01:20: Bin ein Müheiser.
00:01:22: Ich bin von Haushaus Architekt.
00:01:23: Mein Werdegang ging so bisschen Über London.
00:01:26: dort habe ich angefangen hab auch für Foster & Partner gearbeitet danach ein oder zwei Projekte in Tokio und in New York gehabt, und durfte dann in Düsseldorf weitermachen.
00:01:35: Das kam dann irgendwo an den Punkt wo mein Vater und mein Onkel, die unser Unternehmen gegründet hatten, gesagt haben, wenn da noch so eine gewisse Parallelität sein soll zwischen den Generationen, dann wird es jetzt Zeit, dass du so langsam mal wieder zu uns das Unternehmen kommst bzw.
00:01:50: da überhaupt mal anfängst – und das habe ich auch vor zweieinhalb Jahren gemacht!
00:01:54: Insofern bin ich traditionell nach Hochbau Architekt und beschäftige mich natürlich viel mit Design
00:01:59: auch.
00:02:00: Das heißt, ihr seid dann insgesamt die drei Schwitzges, die das Unternehmen führen?
00:02:05: Wir sind die vier.
00:02:06: Mein Onkel der Karl hat ebenfalls einen Sohn, wer hat Kommunikationsdesign studiert.
00:02:11: Wir haben ja auch mit SchwitzGID noch eine Kommunikationdesignfirma.
00:02:15: Wir arbeiten ja aktuell viel auch im Bereich nicht nur für Modemarken sondern auch Immobilienbranding.
00:02:20: Das ganze Thema wird sich auch weiterhin immer wichtiger Insofern, er macht so ein bisschen den Part und die Innenarchitektur.
00:02:26: Und ich mache so ein kleines bisschen das Thema Lindenstadtentwicklung, Immobilien alles in die Richtung.
00:02:32: Ihr seid ja mit dem Thema auch irgendwie international schon lange unterwegs?
00:02:36: Wenn ich jetzt an Schwitzke denke... ...und ist uns natürlich schon seit Jahren ein großer Begriff, dann habe ich mal schnell einen so ladenbaren Store-Design gedacht.
00:02:43: Ihr macht aber viel auf Markenstrategie Branding.
00:02:45: Wie hat sich das Ganze so entwickelt?
00:02:47: Ihr seid quasi als klassischer Storebauer gestartet.
00:02:49: oder wie ging die Reise da los?
00:02:51: Ja, mein Vater und Onkel haben beide für Esprit gearbeitet.
00:02:55: Haben da beide das Thema Architektur verantwortet.
00:02:57: Und da hat sich dann erst der eine, der Karl selbstständig gemacht und der andere ist dann kurze Zeit danach nachgezogen.
00:03:03: Wir haben dann beide in der Tat mit ersten Kunden wie Esprit oder Adidas dann quasi damals gab es das so noch nicht, quasi Rollout für den Retail-Bereich gemacht eben weil... Damals war ja der Umsatztreiber, der Laden.
00:03:16: Eine Onlinehandel gab es nicht und wenn man verkaufen wollte dann halt das ging nur überläden.
00:03:21: Das war neunundachtzig.
00:03:23: Und dann hat sich das Ganze aber bis zum heutigen Tag immer mehr so entwickelt dass wir gerade ich sag mal fünfzig Prozent Innenarchitektur machen Fünfzig prozent traditioneller Architekturen.
00:03:33: Und von der Innenarchitektur wiederum halten großer Territail Aber auch Gastronomie sehr viel Büroflächen und alles andere.
00:03:40: Insofern Wir haben uns da sehr opportun dem
00:03:43: dem Markt
00:03:43: angepasst.
00:03:44: Und ihr sitzt mit eurem Headquarter hier in Düsseldorf, ripp dich und wo bist du denn sonst noch so in der Welt unterwegs?
00:03:50: Was wäre nach DüsselDorf deine zweite Wahlheimat?
00:03:53: Also wenn ich aktuell von meiner Aufnahszeit schaue, wer wahrscheinlich mein zweiter Wohnsitz riecht, das sind Saudi-Arabien.
00:03:59: aber wir haben in der Tat Büros in den meisten großen Städten in Deutschland Hamburg Berlin München.
00:04:05: Wir haben auch ein Büro an Paris.
00:04:07: Wir sind auch in Niesternbuhl ansässig und in Krakau.
00:04:10: Der Markt in Polen hat sich total toll entwickelt.
00:04:12: Da ist ja auch das, ich sag mal Durchschnittseinkommen so gestiegen.
00:04:15: Dass jetzt schon so langsam Richtung deutsche Verhältnisse geht.
00:04:18: also eine tolle Marktentwicklung und tolle Kaufkraft.
00:04:20: insofern der Markt ist echt super.
00:04:22: Sehr
00:04:22: centerlastig ne?
00:04:23: Polen fährst du sehr viel ins Center!
00:04:25: Genau.
00:04:25: aber wenn man durch Krakow zum Beispiel oder Warschau spazieren geht unglaublich viele Restaurants die Leute wollen auch konsumieren haben da auch Spaß dran alles sehr hochwertig also wirklich toll zu sehen.
00:04:36: Ja, uns in Dubai seit dem Jahr zwei Tausend Vier an den Saudi-Arabien.
00:04:41: Wir haben dort ebenfalls Büros und muss sagen ich schätze die Zusammenarbeit mit unseren Kunden da sehr und ist auch jetzt ein wirklich großer Teil von unserem Markt.
00:04:50: Wenn wir
00:04:51: heute ja im Wesentlichen auch über Handel sprechen wollen und über Stores was ist so das Erfolgsdezept eines wirklich guten Ladenbaues, eines guten Store Designs?
00:05:02: Ja, ich glaube das hat sich über die Zeit stark verändert und damals wo der Laden der Umsatztreiber war benutzen Marken ist jetzt sehr unterschiedlich.
00:05:09: Ich kann mal das Beispiel Manufaktum geben für die Währdären Standorte letztens erst in Graz und in Wien realisieren.
00:05:15: Das ist ja wirklich so.
00:05:16: wir schauen uns mit denen an Wo sind die meisten Kunden im Onlinehandel?
00:05:20: Und dann sagt man als Beispiel großer Kundenstamm ist in Hamburg.
00:05:24: Und dann sagt man gut, da machen wir jetzt gezielt dort ein Laden weil wir damit eine höhere Markenbindung hinbekommen und B Direkturen nach unten fahren.
00:05:32: Weil wenn sie das die Kaffeemaschine probiert haben oder im Teller schon mal an der Hand hatten oder das Kleidungsstück anhatten und Sie bestellen das dann online, dann wird es auch nicht zurückgeschickt oder Sie kennen auch die Qualität schon.
00:05:44: Insofern da und mit vielen anderen Marken benutzen wir es gar nicht so sehr, um den Umsatz zu treiben – das natürlich auch aber viel eher, dass man sagt «Wir gehen strategisch dahin, wo ich viele Online-Kunden habe» und reduziere somit drastisch dann halt die Anzahl an Naturen, die ich habe.
00:05:58: Also hat sich die Aufgabe des Stores, was ist ja ein bisschen angedeutet gerade?
00:06:01: Hat sich verändert denn letztendlich einen?
00:06:03: Genau!
00:06:03: Das war jetzt mal eine praktisches Bild.
00:06:06: Ein anderes gutes Beispiel ist vielleicht der Pop-Up Story, den wir mit DOAs gemacht haben in Köln Was wir auch viele junge Marken machen, einer Rakotten ist ja ein Beispiel oder Captain und San.
00:06:16: Da ist es halt so dass das absolut zur Marken Identität dazugehört und maßgeblich wichtig ist.
00:06:22: Wie stelle ich mir diesen Prozess vor?
00:06:24: Es kommt eine coole neue Marke.
00:06:26: kommen zu dir und sagt David Wir haben ein cooles Produkt.
00:06:28: Wir funktionieren online schon, wir brauchen jetzt mal so einen ersten Store.
00:06:31: Wie läuft dann der Prozess?
00:06:33: Womit fangt ihr an.
00:06:34: und wie ist diese Entscheidungsfindung dann?
00:06:36: Ja ich glaube solche Kunden begleiten wir ja beide oder alle drei.
00:06:40: Er hat euch letztens noch jemanden vorgestellt, der das machen möchte wo es eine junge Modemarke ist die Online schon relativ erfolgreich ist.
00:06:48: und dann sagt man wag ich den Schritt ins physische da sein und der Prozesse ist wirklich so dass man heißt erstmal mit dem Pop-up anfängt Unter dem Hintergrund, dass man einfach mal den Markt testen kann, das kostet auch weniger.
00:06:59: Das Risiko ist kleiner.
00:07:00: und wenn man dann sagt so immer hat es jetzt mal ein halbes Jahr lang gemacht, das Erfolgserlebnis war da oder man weiß was man jetzt besser machen kann, dann wagt man sich in den ersten Laden.
00:07:09: Und da gibt's ja viele Erfolgsgeschichten wie jetzt LFTY zum Beispiel oder andere die das denn wirklich europaweit total darin bekommen
00:07:16: haben.
00:07:16: Und ihr beratet dann auch wirklich, jetzt kommt so ein Markenaber und sagt ich will den Laden machen.
00:07:20: Ich habe vielleicht schon eine konkrete Vorstellung, vielleicht hab' ich sie aber auch nicht.
00:07:23: Das heißt ihr bespricht ja auch jedes Material jede Farbe alles im Detail von A bis Z?
00:07:29: Ja die Marke räumlich spürbar zu machen ist wirklich das was unglaublich wichtig ist.
00:07:33: also da darf man dann auch keine Kompromisse machen in so einem Fall weil anders als bei einem Rollout mit zweieinhalb Läden.
00:07:39: es ist ja so der Kunde hat das erste Markenerlebnis das erste Mal versteht er Was bedeutet diese Marke im Raum?
00:07:46: Wie fühlt sich das an, wie riecht es aus und wie ist die Stimmung.
00:07:50: Da muss halt dann alles stimmen.
00:07:52: Aber was ist jetzt genau da?
00:07:54: Diese Keypoints, die euch anschaut, versucht ihr den Kunden möglichst lange im Laden zu behalten durch euren Ladenbau- und Storydesign, die Ware gut zu transportieren.
00:08:03: Es ist doch das Aufenthaltsgefühl, was du gerade schon gesagt hast.
00:08:06: Was sind so die Punkte, die ihr versucht zu beeinflussen oder wie beeinflusst ihr dem Kunden?
00:08:11: Man muss sagen, das ist bei jeder Marke sehr unterschiedlich.
00:08:15: Es gibt Marken die sagen ich möchte dass der Kunde möglichst lange bleibt.
00:08:18: wir machen auch entsprechende Sitzsituationen die zum Entspannen, zum Verweilen es gibt eine Kaffeemaschine und wir wollen einfach dass der kunde die Marke räumlich erleben.
00:08:27: Möglichst lange bei uns.
00:08:28: All diese Themen, manchen sie in der Werkotten machen noch einen Running Club und auch wenn ihr Laden zuhört an Sonntag sollen die vorbeikommen.
00:08:35: Die Leute sich den Fahrladen anschauen und da wird zwar nichts verkauft aber es ist zur Kundenbindung da ein andere.
00:08:40: Machen das ja strategisch.
00:08:41: die sagen halt so wir optionieren jetzt unsere Produkte hier, die die am meisten gekauft werden hat der Kunde möglichst schnell rein und wieder raus geht.
00:08:48: Das wirklich von Marke zu Marke unabhängig!
00:08:50: Und ich sage mal da lässt sich auch in Nebenpreisgefüge alles realisieren Und wir können tolle Läden realisieren im Bereich, tausend einhunderttausend zweihundert Euren Quadratmeter und wir haben auch schon Läde für zehn Tausend Euro den Quadratmetern realisiert.
00:09:03: Und man muss auch nicht immer sagen dass das eine Raumgefühl besser ist als das andere.
00:09:08: Das sind vielleicht Unterschiede in den Qualitäten aber es muss ja der Marke gerecht werden.
00:09:13: Man kann da Marke mit viel Budget und wenig Budget gerecht.
00:09:17: Jetzt bist du ja international wirklich viel unterwegs, hast wahrscheinlich schon viele tausende Stores gesehen.
00:09:22: Wie rankst du denn so den deutschen Einzelhandel im gesamten Vergleich zu anderen Ländern?
00:09:27: Zu anderen Kontinenten?
00:09:29: ist hier noch viel Luft nach oben was die Stores angeht oder sind wir international gut mit dabei?
00:09:34: wie siehst
00:09:35: du das?
00:09:35: Ja also ich bin überhaupt kein Schwarzmaler was dem deutsche Markt angeht.
00:09:39: Ich finde unseren Markt eigentlich sehr gut!
00:09:41: Ich glaube dass International in vielen Märkten ein anderes Verständnis da ist konsumiert wird.
00:09:47: Im Sinne von bei den Amerikanern ist es ähnlich, aber im Mitteln und Osten auch muss ich das vorstellen.
00:09:52: man kommt in einen Laden, wie sagen wir ein Zara zum Beispiel?
00:09:56: Und dann betritt man ihren Läden.
00:09:57: da kommt ein netter Herr oder eine Dame auf einen Zufrag denn wie es angeht ob man irgendwie Hilfe braucht, ob man Kaffee haben möchte und sagen dann ich bin nicht alles gut!
00:10:04: Ich bin da in der Ecke, ich bin jederzeit da, kommen sie einfach auf mich zu rinsen Frage haben.
00:10:08: Da kommen wir als Kunde rein und denken erst mal wow also toll nette Da fühl ich mich ja aufgehoben und auch als Kunde gewertschätzt, sag' ich mal so.
00:10:16: Das ist was zum Beispiel, was meine Faktum auch super hinbekommt!
00:10:19: Die setzen bei den Kollegen, die in den Läden arbeiten noch mehr auf Leute, die ein Kunst-Historie studiert haben.
00:10:26: Oder irgendeine Leinstellungsmerkmal haben und das merkt man wenn man in den Laden geht... ...die haben was zu sagen, die erzählen dann auch etwas Tolles,... ...die können sich dem Produkten wirklich was sagen, identifizieren sich damit.
00:10:35: Also dieses Verständnis von Wertschätzung des Kunden und tolles Einkaufserlebnis wird glaube ich in anderen Ländern oft anders zeibriert als bei uns.
00:10:43: Und dann macht natürlich auch das Einkaufen gehen wieder Spaß!
00:10:46: Wie ist denn deine Erfahrung?
00:10:49: Und was empfiehlst du, wie oft solltest du eine Marke den Ladenbau erneuern.
00:10:52: Da gibt es ja, man hört nämlich noch so Stories aus der Mall of Dubai, da gibt es euch Verpflichtungen alle drei Jahre oder sowas müssen die Marken investieren in Deutschland.
00:11:01: Was sehen wir alle zehn Jahre manchmal alle fünf, wie nimmst du das wahr?
00:11:06: Total unterschiedlich.
00:11:07: Wir arbeiten ja viel in Dubai, auch in der Dubai Mall.
00:11:09: Auch da wir den Bloomingdale haben wir da gemacht für die Arbeiten regelmäßig.
00:11:13: Ich sag mal wenn es wirklich tolles Konzept ist dann kann da auch mal fünf Jahre nichts passieren.
00:11:17: Wenn das Konzept halt... ich sage mal wir arbeiten ja unterschiedlich.
00:11:21: manche Marken wollen sehr Trendorientiert sehr zeitgemäß sein und andere sagen möglichst Zeit los, die nachdem wie das Konzept ist.
00:11:29: Aber ich sage mal alle drei bis fünf Jahre, es ist natürlich schon auch sinnvoll dass man mal schaut ob das Konzept noch up to date mit dem was man da macht und was die Zeit damit sich bringt.
00:11:39: Wenn ihr jetzt beispielsweise in Dubai gerade einen neuen Laden plant habt ihr dort irgendwie eigene Handwerker oder Teams die euch weltweit begleiten?
00:11:46: Oder habt ihr dann Roland feste Kooperationspartner?
00:11:49: Wie funktioniert das bei euch?
00:11:50: Ja, also wir haben lokale Mitarbeiter die uns natürlich dann entsprechend dort begleiten wenn es auf die Baustelle geht.
00:11:57: Wir begleitern Kunden oft mal von Deutschland oder Frankreich nach Dubai.
00:12:00: Wenn es ein lokaler Kunde ist wird er auch komplett lokal quasi geführt und bedient.
00:12:04: ansonsten gibt's wirklich auch ein paar deutsche Firmen oder technische Firmen die uns begleitet sind zum Beispiel ich sage mal einen guten Tarazerboden hießen und puderen der keine Risse bekommt, ist wirklich schwierig.
00:12:15: Da fliegen wir dann oftmals Handwerker ein weil die Lokalen es vielleicht doch nicht so können wie dann Hersteller hier.
00:12:22: aber da gibt's auch tolle Handwerke.
00:12:24: also da arbeiten wir auch viel mit Lokalen zusammen Auch lokalen Generalunternehmern.
00:12:28: Und jetzt diese Internationalisierung, die wir gerade beschrieben haben.
00:12:30: Wie ist das entstanden?
00:12:32: Also jetzt wo ich mal vom Unternehmen aus Düsseldorf kommend auf einmal in der ganzen Welt unterwegs zu sein, wie hat sich das überhaupt ergeben?
00:12:40: Das ist eine gute Frage, ich glaube wenn man so ein bisschen zurückblickt.
00:12:43: Ich kenne das nur als ich kleiner war und mein Vater so ein bißchen erzählt hat was er da so macht.
00:12:47: Da war ich in der dritten, vierten, fünften Klasse und dann hört man dass man halt nach Polen fliegt oder was macht oder nach Dubai fliege und kann sich ja als Kind wenig vorstellen.
00:12:56: Und wenn ich das rückblickend so ein bissel beobachte, dann glaube ich, dass wir einfach mit den Kunden gegangen sind.
00:13:01: Und da oftmals sehr opportun ran gegangen sind im Sinne von... Dann gibt es einen deutschen Kunden oder einen spanischen Kunden, der sagt bräuch!
00:13:09: Der indische Markt ist so toll, ich möchte gerne an drei Locations in Indien gehen.
00:13:13: Sondern gibt es ja viele die sagen Ja finde ich gut, danke schön auf Wiedersehen und sag mal wieder Bescheid wenn du was mit Deutschland machst.
00:13:19: oder andere die sagen ja kein Problem auch wenn wir nie gemacht kriegen wir irgendwie hin.
00:13:24: Wir zählen meistens zu denen die sagen, ja kriegen wir irgendwelchen
00:13:27: hin Wie verteilt sich euer Geschäft dann heute?
00:13:28: Also wie viel Potentist Deutschlands, wie viel potentes Ausland
00:13:31: War?
00:13:31: eine gute Frage.
00:13:32: Der Gesamtumsetzer der Gruppe machen wahrscheinlich die Hälfte im Ausland, vielleicht ein bisschen weniger, vielleicht sind es auch vierzig Prozent, aber also vierzig-fünfzig Prozent im Auslands und fünfzig Prozent in Deutschland?
00:13:41: Ja!
00:13:42: Wenn du dir heute auch so die Entwicklung anschaust... ...der Stores gibt's da ganz starke Trends, den man als Kunde gar nicht so beim bloßen Auge hat sich fast gesagt sieht.
00:13:52: Also irgendwelche Themen, die gerade stark voranschreiten im Ladenbau oder anders zugefragt wie sieht halt vielleicht der Labor in fünf Jahren aus?
00:14:00: Ja, also wir dürfen gerade eine total tolle Fläche in einem Departement Store in Wien neu designen und da arbeiten wir schon fast avantgaristisch im Sinne von.
00:14:11: es gibt großflächige unifarbige Flächen.
00:14:13: Es gibt nicht einzige Strahler sondern wirklich eine durchgehende Beleuchtung vielleicht ähnlich wie man das von Agni Studios oder einem Design in die Richtung kennt weil ist eben auch viel Raum für Events und Happinings Läste.
00:14:25: Dann gibt es dann eine Kooperation mit Adidas und einer mit, keine Ahnung wem.
00:14:29: Und nochmal mit Nike und mit Asics und das muss ja irgendwie Raum nicht funktionieren.
00:14:33: Und dann machen wir halt ein Design was eben diese Schnelllebigkeit wenn der neue Hooker Sneaker gerade auf dem Markt ist dass er da auch positioniert werden kann zum Beispiel insofern ja.
00:14:44: Schaut ihr euch denn oder schaut ihr auch sehr oft die auf diesem Auto als junge Zielpublikum?
00:14:48: Was am Ende auch der Kunde der Zukunft
00:14:50: isst?
00:14:51: Ja klar!
00:14:51: Wir haben ja auch den Vorteil Wir haben erfahrene Kollegen im Büro, die wir sehr schätzen.
00:14:56: Und wofür wir dankbar sind, dass sie uns schon lange begleiten und dazu schauen wir natürlich auch, dass wir im Bürow viele junge Mitarbeiter haben.
00:15:03: Viele Kollegen haben die aus anderen Märkten kommen.
00:15:05: Ich glaube, wir haben in dem Büro jetzt achtzehn oder neunzehnt verschiedene Nationalitäten.
00:15:09: Und das hilft natürlich auch ungemein.
00:15:11: Er hat dann letztens eine Kollegin viel von koreanischen Skincare Trends erzählt, von denen ich gar nicht so sehr wusste.
00:15:17: aber das war total ihr Ding und das haben wir jetzt total toll in Beauty- und Skincare Produkt einfließen lassen können.
00:15:23: also super!
00:15:24: Wo holst du dir sonst deine Inspiration?
00:15:27: Wenn jetzt mal über den Laden nachdenkst oder ne Brand kennenlernst wo holst Du Dir denn den Input von außen?
00:15:33: Beim Reisen.
00:15:34: Beim Reizen okay.
00:15:35: Also ich finde Reisen hat viel mit Bildung zu tun.
00:15:38: Also man muss nicht gebildet sein, um zu reisen und andersherum Reisen bilden.
00:15:42: Weil ich sage mal, man findet in der Türkei oder in Sri Lanka irgendwo eine tolle Tonmanufaktur und die machen total tolle Waschbecken oder Fliesen oder keine Ahnung Möbel ne?
00:15:52: Und dann... Ich quatsche auch mit jedem, dann bricht man die einfach mal an und ja da ist es auch mal in Deutschland und er kommt vorbei und da macht man mal was mit deren Produkten oder man läuft auch in kleine Läden irgendwo, die gar keine Ketten sind.
00:16:07: Porto und da gibt es ein total tolles Café, die sind komplett mit warm hinterleuchteten Kissen staffiert.
00:16:15: Der ganze Raum hat eine tolle Akustik B man guckt da so rein und das sieht einfach mega gemütlich aus und ist alles sehr clean in weiß aber trotzdem unglaublich gemütlig habe ich so noch nie gesehen vorher.
00:16:26: und dass sowas inspiriert halt glaube ich besonders auf Reisen wenn man Dinge erlebt und sieht die man so auf dem Weg zur Arbeit und beim Einkaufen auf den Weg nach Hause halt so nicht sehen kann.
00:16:36: Nennen uns doch mal zwei Stores, die sich zuletzt mal umgehauen haben.
00:16:41: Also das ist ja einmal national, wo du sagst, der Store in Deutschland ist mir total hängen geblieben.
00:16:45: Der hat mich schon halber eindruckt.
00:16:46: Das war unabhängig davon ob ich ihn selber gemacht habe oder nicht und das auch einmal international.
00:16:50: International fand ich in letzter Zeit den Amelion Door in London und auch den Stone Island in London beide.
00:16:57: Total toll!
00:16:58: Also der Stone Island macht gerade viel richtig, muss man sagen im Design.
00:17:02: Ich weiß nicht hier beantwortlich die Frage ein bisschen großzügig.
00:17:05: und auch weher?
00:17:06: Die Schuhmarke, die machen... Na ja!
00:17:08: Richtig!
00:17:09: Gehen so'n bisschen in Richtung wie Aesop wo sie ich sag mal einen riesen Raumöbel haben mit dem man dann Produkt platziert und Räume behältet anstelle so ganz klassisch Regale an die Wand zu schrauben.
00:17:20: Und das ist schon mega mega spannend.
00:17:22: Gibt's auch ganz viele tolle deutsche Marken die es richtig machen.
00:17:26: Ich glaube besonders stolz sind wir natürlich auch auf die LFDY-Laden, die wir designen haben.
00:17:29: Also diesen Stark
00:17:31: ist auch kein Laden wie der andere sozusagen.
00:17:34: Gio
00:17:34: hat die Ernststraße dann gemacht nach dem Umbau jetzt nochmal und da wird er umgebaut?
00:17:38: Muss ich zugeben, würde ich jetzt vielleicht falsch beantworten, ich weiß es nicht, müsste ich noch mal nachhaken.
00:17:43: aber auch Captain & Sun das Konzept war richtig toll das zu entwickeln.
00:17:47: Ja, es gibt viele.
00:17:48: Mit Veleda haben wir das Spa hier in Düsseldorf in der ersten Zeit gemacht und mit Kadi zum Beispiel den Messestand.
00:17:54: Wenn man sich also jüngere Projekte anschaut muss man sagen die setzen wirklich die Messlatte sehr hoch was den Anspruch an Design angeht.
00:18:02: Die sind auch mutig.
00:18:03: Also ein Kadi ist dann so ein tolles Burgunder Rot.
00:18:05: Das hat eine richtig knackige Farben und dann ist da auf meinem Gebürset des Gold dabei.
00:18:10: und wenn man dann auf einer Beauty-Messe ist und man schaut sich das an das popt schon ganz schön
00:18:15: raus.
00:18:16: Jetzt haben wir viel über Marken gesprochen und sehr individuelle Stores.
00:18:20: Wie siehst du denn dieses ganze Multi-Brand-Konzept, was wir in Deutschland ja auch haben?
00:18:24: Wir haben die großen P&C's, wir haben die große Modehäuser insgesamt in Deutschland, in Engelhorn, in Mannheim... ...wir haben Galeria Kaufhof.
00:18:31: Seid ihr da auch unterwegs?
00:18:33: bzw wie würdest Du diese Konzept im Vergleich zu den Mono Labelsstores sehen?
00:18:38: weil sich dort die Marke nicht ganz so in Szene setzen
00:18:40: kann?!
00:18:41: Ich glaube, dass diese Flächen sehr wichtig sind.
00:18:43: Weil solche, ich seh jetzt auch mal übergreifend, Departmentstores haben natürlich den riesen Vorteil für den Kunden.
00:18:50: das Hemd die Hose und die Schuhe und die Uhr vielleicht alle an einem Ort hat ja einen großen praktischen Wert.
00:18:55: auch Das machen wir auch deutschlandweit und international auch.
00:18:58: Ich glaub was da immer so ein bisschen die herausfordernde Frage ist eben was du gesagt hattest.
00:19:03: Da sind dann vielleicht mal fünfzig Marken auf der Fläche.
00:19:06: Was bedeutet das denn für die Identität?
00:19:09: Store, also das Department Store und was?
00:19:11: Wie macht man das?
00:19:13: dass bei fünfzig Marken da dann kein Gewusel entsteht sondern jede Marke trotzdem Identität hat.
00:19:18: Und dafür muss man wirklich den arthetronischen Raum auch schaffen.
00:19:21: Was kann die Marke bespielen, was darf sie bespilen bis zu welchem Rahmen, Stütze Rückwand und so weiter.
00:19:27: Also das ist schon eine spannende Aufgabe.
00:19:29: aber ich glaube dass die Läden auch weiterhin erfolgreich sein können und werden und auch ihre Daseinsberechtigung haben.
00:19:35: Das kommt halt auch viel darauf an wie Sie betrieben werden.
00:19:39: Wir haben jetzt hier in Düsseldorf natürlich auch eine sehr prominente Luxuslage mit der Königsallee.
00:19:44: Ich glaube, ein Luxussegment seid ihr ja auch unterwegs?
00:19:47: Wie unterscheidet sich dieser Bereich dann doch von den eher konsumierten Kunden?
00:19:50: Ja vielleicht nehme ich doch mal unser aktuelles Blumen-Delsdesign ans Vergleich.
00:19:54: Da ist doch wie soll ich sagen Der Wunsch ein sehr hochwertiges Shoppingerlebnis zu bieten.
00:20:00: Gleichzeitig ist man ja inzwischen so weit dass man Hochwertig auch nicht immer hoch politisches Gold sein muss.
00:20:06: Da ist es eher so das man luxuriös umgeht mit Raum, mit Material.
00:20:12: Mit Sitzflächen platz lassen geht dann doch stark auch in die Richtung.
00:20:16: Wir arbeiten auch für einige größere amerikanische Tech-Konzerne, realisieren auch deren Laden international und diese sind natürlich auch extrem kompromisslos unterwegs.
00:20:28: Ja das kennt man ja von Apple auch ne?
00:20:29: Die sind damit gestartet.
00:20:31: Ja Apple zum Beispiel Nicht, dass wir unbedingt jetzt für die arbeiten würden oder das sagen wollen würden.
00:20:36: Aber zum Beispiel darf dann halt keine Fuge am falschen Ort sein.
00:20:41: Da ist kein Gold zu finden und da ist kein Gebirse des Krumms zu finden.
00:20:44: Da isst es nicht.
00:20:45: aber räumlich und was Investitionen auf den Quadratmeter angeht, kompromisslos und unglaublich hochwertig.
00:20:52: Ja ich glaube Markus du kennst es auch aus der Expansion als wir damals von Apple in Deutschland verfolgt haben.
00:20:56: Es kann mir wirklich ausschließlich laden lokale in Frage, die komplett symmetrisch waren.
00:21:01: Deckenhöhen und so, ne?
00:21:02: Also sobald da mal irgendwie im Grundrissen eine kleine Ecke zu viel drin war, kann der Laden nicht mehr eine Frage.
00:21:08: Ja man ändert sich allein an die Baustellen Köln wo die gefühlte drei Jahre umgebaut haben.
00:21:13: beste Lage bestes Haus tolle Immobilie.
00:21:16: auch man schon wusste ein anderer Händler hätte das vielleicht jetzt im halben Jahr umgebaut oder einem Jahr.
00:21:21: Auf der anderen Seite des Ergebnisses sieht man dann auch, warum es dann so stark ist.
00:21:25: Weil man eben keine Kompromisse eingeht und das merken wir ja generell heute in der Standortanbietung sehr häufig dass man halt nicht mehr so kompromissbereit ist wie früher als Marke weil es zum einen ein großes Angebot gibt aber weil die Marken schon sagen hey das ist jetzt vielleicht mache ich jetzt nicht mehr vierzig fünfzig sechzig Stores sondern vielleicht sieben.
00:21:41: da muss für mich alles passen Location Front Deckenhöhe Interior Design Frequenz von der Tür Nachbar links nach bar rechts.
00:21:48: Ich glaube das hat sich schon extrem verändert
00:21:51: Das und ich glaube auch, dass sich die Definition von Luxus sehr verändert hat.
00:21:54: Im Sinne von damals war es die teure Urmahandgelenk jetzt zeigt das Handy auch die Uhrzeit.
00:22:00: Jetzt kann man das vielleicht auch anders definieren und genauso ist es in der Ascheektur und der Retailwelt ja auch.
00:22:05: Dass wir sagen damals war's der hochwertige Mamo am Boden oder an der Wand.
00:22:09: Das muss jetzt gar nicht mehr so sein.
00:22:11: Laden kann auch extrem hochwertig wirken mit einer verputzten Wand aber mit einer sehr elen Beleuchtung oder mit dem aufwändigen Design und Aufwendung von indirektem Licht.
00:22:20: Jetzt doch mal zu dem Prozess, wenn eine Marke zu euch kommt.
00:22:24: Bei uns ist es so ein ungefährmal gesprochen.
00:22:26: Eine Marke kommt zu und will Laden machen fängt den Laden an an zu prüfen.
00:22:30: bis hin zur Eröffnung dauert das bei uns manchmal achtzehn vierundzwanzig Monate.
00:22:35: also wie ist das denn bei euch?
00:22:37: Wenn jetzt in Marke heute zu dir kommen sagt ich will einen Laden öffnen.
00:22:39: klar ist bei euch auch das Nadelöhr.
00:22:41: die Marke muss aus dem passenden Laden erstmal finden.
00:22:44: Frage eins Wie sehr bist du da involviert?
00:22:46: und Frage zwei wie lange dauert dieser Prozess?
00:22:48: Ja, ich sag mal bei dem anfänglichen Prozess haben wir das Glück ja auch mit euch viel zusammenarbeiten zu dürfen.
00:22:54: Und ich glaube dass ihr da die Marken auch top beratet und die da bestmöglich unterstützt auch.
00:22:59: Dann sind wir oftmals aufremit am Board weil wir den Markt natürlich auch sagen, vielleicht nimmst du lieber den Laden.
00:23:05: Weil bei dem Laden gibt es die und die Gegebenheit was bedeutet das da noch mal Kosten hinzukommen beim Pustbodenaufbau?
00:23:12: Bei der TGA, bei was auch immer also bei der Haustechnik.
00:23:15: Wenn wir dürfen sind wir gerne früh dabei, weil wir diesen Marken dann oftmals einfach oder den Kunden da oftmals Geld sparen können.
00:23:23: Wir begleiten sehr früh oftmals.
00:23:26: Das ist ein Gespräch, was wir intern auch viel führen in den anfänglichen Prozessen.
00:23:30: Der Kunde arbeitet ja mit uns – ich sag mal weil der auch am Anfang insbesondere eine Beratungsleistung haben möchte im Sinne von wenn wir nur das machen würden, was er haben will.
00:23:40: dafür braucht er uns ja nicht.
00:23:41: Das weiß der ja schon so und insofern dem Kunden zuzuhören.
00:23:44: es ist extrem wichtig aber gleichzeitig auch wichtig mit einem eigenen Designanspruch mit der eigenen Architekturhaltung daran zu gehen und zu sagen, ja das ist jetzt deine Marke.
00:23:53: Das ist dein Design, das finden wir auch super.
00:23:55: aber wenn du hier erfolgreich sein möchtest musst du in die Richtung oder in die und vielleicht danach ein bisschen anmerkt aufhaben.
00:24:01: Und das wird abgesteckt.
00:24:02: und dann gehen wir über einen anfänglichen Entwurf über Visualisierung bis hin zur Ausführung.
00:24:06: Das führen wir schüsselfertig aus als Generalunternehmer oder Einzelfergabe.
00:24:11: Manchmal macht es der Kunde auch selbst so wie gewünscht.
00:24:17: Vergleiche Deutschland und international.
00:24:20: Bei uns bemängeln die Bauunternehmer, die magen ganz oft dass Deutschland unglaublich langsam ist.
00:24:24: Also Thema Bauantrag, Baugenehmigung
00:24:27: etc.,
00:24:28: etc.. Wie nimmst du das denn wahr mit anderen Ländern?
00:24:30: Kannst du es so bestätigen?
00:24:32: sind andere Länder so viel schneller?
00:24:34: Ja!
00:24:35: Ja!
00:24:36: Bringt einfach damit zusammen.
00:24:38: jetzt ist es so um jetzt mal Saudi Arabien als Beispiel zu nehmen oder gibt's aber auch genug andere Länder?
00:24:43: da kriegen wir eine Baugenehmigung innerhalb von einer Woche.
00:24:46: Aber da hängt aber dann auch der Architekt am Fliegenfänger, wenn es nicht stimmt.
00:24:50: Also im Sinne von das Amt geht einfach davon aus ein Stück weit sage ich mal so dass man als Architek-Turbüro qualifiziert genug ist um den Rettungsweg richtig zu planen.
00:25:01: Wenn's dann schiefgeht klopfen die halt bei einem an der Tür und sagen was habt ihr denn da gemacht?
00:25:05: Dann baut er noch mal um.
00:25:06: Im besten Fall In Deutschland ist es halt andersrum.
00:25:11: Da ist es halt eher so, dass wir unsere Planung erbringen und dann die nochmal jemand prüft.
00:25:16: Ich möchte nicht sagen das uns unterstellen wird, was wir nicht richtig gemacht haben aber die wird dann noch einfach nochmal geprüft und das dauert den nach Rückstau der zu prüfenden Anträge entbräuchten lange.
00:25:26: Das ist ein bisschen das Nadelöhr.
00:25:28: Da wird jetzt dreht sich ja bei uns, bei Lümmern und unsere Kunden auch viele generell nicht nur um den einzelnen Store sondern um die Innenstadt.
00:25:34: Und Handelslagen insgesamt.
00:25:36: Ich hatte ja auch gerade schon mal gefragt so ein bisschen wie verändert sich der Ladenbau gerade?
00:25:39: Was glaubst du, wie verändern sich die Innenstädte auch durch sich veränderndes Konsumentenverhalten die jüngeren Kunden?
00:25:47: Wie sieht eine Innenstadt aus beziehungsweise was muss ne Innenstadt haben damit sie in mehreren Jahren noch wirklich attraktiv
00:25:54: ist?
00:25:54: Ich wollte gerade sagen, ich glaube das sind zwei unterschiedliche Punkte.
00:25:57: Wie sieht die Innenstadt aus und wie müsste sie aussehen um langfristig zu funktionieren?
00:26:01: Ich denke dass Düsseldorf als Beispiel da vieles richtig macht.
00:26:04: Absolut!
00:26:05: Im Kürbogen der Verlängerung von der Köhe in den Park rein und vielen anderen Maßnahmen.
00:26:09: Der Rhein-Ufer-Tunnel alleine, sage ich mal so ohne die Verlegung der Straße gibt es ja ein Hauf an Beispiel was Düsseldov da richtig mache.
00:26:16: aber der springende Punkt bei glaube ich all den Maßnahmen ist die Auflandsqualität.
00:26:20: Die Innenstadt funktioniert nur und die Immobilien sind nur werthaltig wenn die Leute, die die Stadt benutzen und die da wohnen und leben das auch gerne tun.
00:26:28: Und da auch gerne hinziehen und dass das auch attraktiv ist.
00:26:31: Dann sei es ein Park eine Aufenthaltsqualität, sei es eine toll geflasserte Straße, ne verkehrsberückte Straße... Ich bin faszinierter Autofahrer.
00:26:39: ich habe überhaupt nichts gegen Autos aber wenn ich halt mit meinen Neffen oder wir machen immer schländere und spazieren gehe und mich irgendwo hinsetze dann musste halt nicht unbedingt ein Auto an mir vorbei brettern kann schon helfen.
00:26:52: Da kann man viel machen und Richtung Aufmerksqualität kann man viele Teile der Stadt noch entwickeln, auf jeden Fall.
00:26:59: Welche deutsche Stadt findest du da so am attraktivsten?
00:27:03: Ja Düsseldorf!
00:27:04: Das wollen wir hören!
00:27:07: Ein DüsselDorf macht da sehr, sehr viel richtig.
00:27:09: ich finde auch das sich Hamburg toll entwickelt.
00:27:11: Ich war jetzt letztens aus privaten Gründen mehrfach in Essen.
00:27:14: Ich muss sagen, dass ich da die Tiro hochgelaufen bin.
00:27:18: Die hat sich auch toll entwickelt.
00:27:20: Da war ich wirklich positiv überrascht, wo ich dann gesagt habe hier würde ich auch gerne noch mal hinkommen einkaufen.
00:27:24: also die Straßen sind breit man merkt gar nicht mehr so den Bolstern zur Straße hin und kann da gut lang laufen ist es toll berühmt worden.
00:27:31: Also das fand ich hat sich ja auch schön entwickelt.
00:27:33: Es muss gar nicht immer ein Riesenschatz sein.
00:27:36: aber da gibt's viele glaube ich gute Beispiele.
00:27:38: Aber was müsste aus deiner Sicht vielleicht auch von der Politik noch mehr unterstützt werden, damit die Innenstädte auch weiter diese Dynamik behalten?
00:27:46: Wir sehen das.
00:27:47: Das Thema Onlinehandel hatten wir auch.
00:27:48: Es verlagern sich natürlich immer noch Umsätze zum Onlinehandeln hin.
00:27:53: Was müssen wir insgesamt tun, damit diese Städte so attraktiv bleiben?
00:27:57: und was
00:27:57: kann vielleicht die Stadt tun?
00:28:00: Was kann der Ur-Bibemissitzer tun?
00:28:02: Und was kann der Mieter
00:28:03: tun?
00:28:04: oder vielerlei also einmal von der Stadt her.
00:28:05: ich glaube es ist wichtig des Städten übergreifendes städtebauliches Konzept haben für verschiedenste Stadtteile, auch mit Fokus auf Aufmerksqualität und Entwicklung der Innenstädte.
00:28:16: Da kann man jetzt wirklich tief einsteigen wo es die Stellschräubchen sind.
00:28:20: aber ich sage mal wenn ich einen übergreifenen Konzept habe dann kann ich von Baugenehmigung zu Baugenehmigung entscheiden.
00:28:26: hilft das dem Ziel?
00:28:27: Hilft das diesem Ziel nicht und dann kann Ich das auch steuern.
00:28:31: Insofern, ich glaube das ist maßgeblich wichtig.
00:28:33: Was kann man als Immobilienbesitzer machen?
00:28:35: Ich sage mal, man hilft sich ja selbst mit einer attraktiven Immobilie.
00:28:38: Das ist ganz oft so aktuell ein großer Teil unseres Geschäfts, dass wir Büroimmobilien aus den Achtziger-, Siebziger-Jahren, Sechzigerjahren manchmal neu positionieren.
00:28:47: und da ist dann immer die Frage wie mache ich das attraktiv?
00:28:50: Wie wird das gut für's Stadtbild von der Fassade über sonst was?
00:28:53: Und da sind wir dann wieder im euren Bereich.
00:28:56: Da berät man die Kunden dahingehend, wie verkaufe ich ein Produkt?
00:29:01: Wie vermiete ich keine Quadratmeter sondern wie positioniere ich einen Produkt am Markt?
00:29:04: Ist jetzt nicht so unser Bereich als Architekt.
00:29:06: aber wir raten bei einer Mobil dem Kunde dazu geraten.
00:29:10: Stellt euch da mal fünf E-Autos hin!
00:29:11: Die kosten nicht die Welt.
00:29:13: und das sind dann Poolfahrzeuge, die können eure Mieter kostenlos mit benutzen Hat den unglaublich geholfen in der Vermietung.
00:29:19: Cool!
00:29:20: Einfach weil die angefangen haben, wir haben da noch eine Marke drüber gehängt als Immobilier einfach weil sie angefangen habe nicht darüber nachzudenken was muss ich mit dem Quadratmeterpreis machen sondern weil sie dachten wo das für ein Produkt möchte und Entkunde haben.
00:29:31: Da kam dann auch noch ne neue Begrünung dazu und ne Fassade dazu Und Immobilies war total.
00:29:36: jetzt so um die Achtzig Prozent wieder vermietet War auch ne Investition muss man auch sagen aber hat unglaublich Geholfen hat dem Stadtbild auch sehr gut getan Insofern dass das eine muss nicht unbedingt Schlecht fürs andere sein.
00:29:47: Herrschband, eine Frage die ich auch nochmal loswerden wollte unbedingt heute ist.
00:29:52: wir sehen das zum Beispiel in der Automobilbranche?
00:29:53: ne?
00:29:54: Wir haben jahrzehntelang eigentlich die gleichen Marken gesehen in Deutschland oder auf der Welt und jetzt haben wir innerhalb von wenigen Jahren ganz ganz viele neue Marken bekommen.
00:30:00: Wir sehen es im Moment auch im Fast-Fashion Bereich.
00:30:03: diese Halbwertzeit scheint ja kürzer zu werden.
00:30:06: Wir haben auch einige Markengehen sehen in den letzten Jahren.
00:30:09: wie wird sich das weiterentwickeln.
00:30:10: Gibt immer das Gefühl in immer kürzeren Abständen kommen neue Brands die auch durch Social Media relativ schnell oben sind.
00:30:17: Ich glaube, das wird sich auch weiterhin so entwickeln.
00:30:20: Ja unterschiedlich.
00:30:21: Es gibt zwei Entwicklungen aus meiner Sicht.
00:30:23: einmal der Grund warum jemand wie manufaktum erfolgreich ist, dass jemand sagt es gibt sie noch die guten Dinge wo jemand sagt so Hand gemacht und Traditionen ist total wichtig und das konsumieren wir auch.
00:30:34: ich bin persönlich auch jemand.
00:30:35: ich tag auch gern Sneaker aber wenn ich Schuhe sonst kaufe, kaufe ich gerne ein paar handgemachte Schuhen.
00:30:40: Ich glaube, ich habe ein paar.
00:30:41: Das hab' ich mit sechzehn gekauft und das trage ich immer noch.
00:30:44: Da investiere ich dann auch gerne rein!
00:30:46: Und gleichzeitig gibt es natürlich die, die immer schnell lebig werden, werden einen Trends... ...und Marken, die aufgreifen.
00:30:53: Und dann wiederum gibt's viele Traditionsmarken,... ....die vielleicht da nicht mehr relevant bleiben.
00:30:58: D.h.,
00:30:58: Esprit oder andere, die es heute nicht mehr gibt,... ...die es einfach nicht geschafft haben, sich mal ganz abgesehen von Managemententscheidung.... ...und an finanziellen Situationen,.. geschafft haben, relevant zu bleiben am Markt.
00:31:09: Die sich damit nicht entwickelt haben oder andersrum wieder kein Traditionsprodukt hatten was sie dann nachhaltig auch relevant
00:31:16: da ist.
00:31:16: ja war erstaunlich dass es ja oft auch Marken waren die auch mal ganz ganz oben waren wo man sagen kann das immer Champions League Level ja dann sind die wieder weg.
00:31:24: Wir haben ja gerade schon gesagt hat, diese Dynamik ist halt sehr hoch.
00:31:27: Wie schnell durch Social Media... Ich sehe es im Gastro-Bereich ganz oft ne Kucki-Kotür und Sinemut!
00:31:33: Und wie sie alle heißen kommen auf einem mit so einer wahnsinnigen Energie, eine Folgstory.
00:31:39: Da stellt ich mir mal die Frage okay, wie nachhaltig das ist?
00:31:41: Das ist halt schwer zu greifen heute weil das Tempo am Anfang so hoch ist, dass wird nicht so langsam, nachhaltigt aufgebaut worden sind.
00:31:46: Auf einmal da gibt's hier auch neben uns, hab' ich erfahren, ein neuer Bagelladen, der ist... Ja.
00:31:52: Und ich habe doch mal in Belgien gegessen, der war auch ganz lecker.
00:31:55: Eine Sache der Kollege zu mir ist so ein Influencer-Laden.
00:31:57: Der war sappelvoll cooler Laden von innen wie so gute B-Lage in Nüsseldorf.
00:32:02: Trends sind mir vorbeigegangen und da stelle ich mir die Frage, ob wir gucken, wie lange hält sich das?
00:32:06: Die expandieren ja alle sehr stark!
00:32:08: Ja, ich glaube dass was Positives an Social Media und der online Präsenz ist... Man kann viel einfacher Gehör finden und der Austausch an Informationen ist viel schneller.
00:32:17: Also der Trend in New York, der ist Schuttywupke, der trendt in Düsseldorf Der in China ist ganz schnell irgendwo in Japan.
00:32:24: Also dieser Austausch und der sogenannte Hype, der kommt viel schneller an aber geht auch viel schneller.
00:32:29: Insofern ich glaube das es eine gute Möglichkeit für Unternehmer den Staat zu schaffen.
00:32:34: Aber dann muss es auch weiter gehen.
00:32:36: Ich habe hier jetzt Architekt, wenn man das erste Projekt akquiriert, naja danach muss das zweite oder dritte das Viertel kommen und da irgendwann das zehnte war sonst ist die Firma zu.
00:32:44: Das ist dann natürlich ähnlich, dann sind's vielleicht in einem Jahr keine Bagels mehr sondern Baguettes.
00:32:49: Wie seid ihr dann bei Social Media unterwegs?
00:32:51: Es spielt das für euch eine große Rolle.
00:32:52: Ich muss zugeben, unsere Kunden konsumieren weniger Social Media.
00:32:56: also im Sinne wir sind auf LinkedIn und auf Instagram.
00:32:59: Für uns ist es sehr relevant insbesondere was neue Kollegen und Mitarbeiter angeht.
00:33:04: Das auf jeden Fall aber... Seltenst hat uns ein Immobilien-Invester oder eine Marke auf Social Media gefunden und gesagt, boah, wollte nicht mal ins Dorf machen.
00:33:14: Du sagst eigentlich heute noch einmal auf eurer Homepage?
00:33:16: Ja!
00:33:17: Und dann gucke ich mir diese Referenzen an, alle das keine Emotionen transportieren weiß es nicht wenn ich so einen Moll-Stor sehe oder LFDY und die sind ja auch geil fotografiert, erinnert das macht was mit einem... Also wir haben irgendwie etwas in Szene setzt und da denke ich mir Boah, allein diesen Bildmaterial ist das für Social Media prädestiniert.
00:33:33: Wir sollten es wahrscheinlich viel mehr benutzen, absolut richtig.
00:33:35: Das ist völlig richtig und da sind wir auch wahrscheinlich weit weg von wo wir sein könnten.
00:33:40: Gleichzeitig muss ich aber auch sagen dass wir zum Beispiel wahrscheinlich fünfzig Prozent unserer Kunden dadurch erreichen das wir die persönlich ansprechen.
00:33:48: Und sei es mal, dass man mal einen Kunden besucht und sagt boah das sieht so toll aus was ihr der macht, dann wäre er richtig gut.
00:33:53: Wir hätten ja vielleicht noch zwei Ansätze aber es schon ist schon richtig toll.
00:33:57: Aber mettet euch doch mal!
00:33:58: oder einfach, dass man den Arte von Reis hat dich kennengelernt.
00:34:02: Da war ich bei der Einreise in die Türkei nach Istanbul, wo wir dann ein Projekt hatten und dann stand dieser sportliche gut gebaute Mann hinter mir mit drei Kameras und fünf Leuten noch um sich rum und sprach so an die Kameras rein und irgendwann sind wir näher und näher.
00:34:16: dann die Passportkontrolle gekommen aber ich mich einfach umgedreht habe gesagt was machst du da?
00:34:23: Wir gehen hier unsere Produktion besuchen usw.
00:34:26: Sonst so, ja und was machst du?
00:34:28: Wir bauen Läden und Architekturen usw.
00:34:31: Ja ich habe da eine Schwierigkeit.
00:34:33: Ich hab da ein Mietwert daran unterschrieben und wir müssten in drei Wochen aufmachen.
00:34:36: Kannst du mir da helfen?
00:34:38: Es ist sportlich überkriegen dahinten.
00:34:41: Wir haben dann auch für jeden drei Wochen aufgemacht.
00:34:44: Also darum manchmal...
00:34:44: In den Zufällen.
00:34:46: sind Zufälle, aber dann gibt es ganz schön viele Zufelle.
00:34:49: Also ich glaube wenn man mit offenen Augen so durch die Welt geht... Offene
00:34:53: Augen und Leute ansprechen?
00:34:54: Ja ja absolut!
00:34:55: Kann doch Beispiel gar
00:34:56: nicht jedem sagen.
00:34:57: So viel ins Handy gucken mehr mit Leuten sprechen passieren gute Dinge.
00:35:00: Absolut.
00:35:01: Ja super.
00:35:01: noch eine abschließende Frage von uns was persönlich ist nach wenn du sitzt jetzt hier in Düsseldorf hast du einen heißen Restaurant-Tipp.
00:35:07: wo gehst du hin wenn du gut essen gehen willst?
00:35:10: kleine Hintergrund-Story.
00:35:11: Ich bin so ein mühländlicher aufgewachsen und das tut er gerne, meine Mama hat einen Betrieb für Bio Gemüse.
00:35:18: insofern wir beliefern ausgesuchte Restaurants pflanzen dann auch für die wirklich Dinge an, die es sonst nicht auf dem Markt gibt, sei es die Lila Carrotto oder das Chiso Blatt oder den Wasabi Salat oder so weiter.
00:35:32: ich kann euch Lukas Jakobi empfehlen, ne?
00:35:40: Das habe ich selten so erlebt.
00:35:42: Der hat noch ein, zwei andere Konzepte und der macht wirklich einen fantastischen Job.
00:35:46: Vielen Dank für den Ausprobieren!
00:35:48: Guter Tipp.
00:35:48: Wir haben dir jetzt ein Social Media-Tipp gegeben
00:35:51: und
00:35:51: einen Restauranttipp.
00:35:53: Ich glaube, wir könnten hier noch eine Stunde weiter quatschen.
00:35:55: Macht total Spaß!
00:35:56: Wir kriegen aber hier gerade schon die Flagge gezeigt.
00:35:58: Zeit ist mehr oder weniger vorbei.
00:35:59: David, vielen Dank für deinen Besuch.
00:36:01: War sehr interessant und ich behaupte mal es wird ein Follow abgeben.
00:36:04: Vor allem gibt's viel zu besprechen.
00:36:06: Wo finden nicht Leute?
00:36:07: Also bei LinkedIn schwitzke.com Am besten... wo kommen Kontaktaufnahmen mit dir?
00:36:11: Ja gerne auch nie mehr schreiben.
00:36:15: über unsere Website einfach anschreiben.
00:36:17: Perfekt!
00:36:17: Herzlichen Dank für's Kommen, David!
00:36:18: Vielen Dank,
00:36:19: David.
00:36:19: Danke euch!
00:36:19: Schalke, schönen Tag noch!
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